Schweißdrüsenabsaugung (Hyperhidrose)

Zur erfolgreichen Behandlung des übermäßigen Schwitzens gibt es verschiedene Methoden.

  • Ein spezielles Mittel blockiert die Weiterleitung der Nervenimpulse an die Schweißdrüsen. Obwohl die (vegetativen) Nerven weiterhin den Befehl zur Schweißproduktion geben, stellen die Schweißdrüsen ihre Tätigkeit weitestgehend ein. Nach Vorbereitung mit einer Betäubungscreme wird das Mittel mit feinsten Kanülen unter die Achselhaut gespritzt. Nach drei bis fünf Tagen beginnt die Schweißproduktion zu versiegen. Bei der Behandlung an Händen oder Füßen ist ein Dämmerschlaf oder eine lokale Nervenblockade notwendig. Nach sechs bis neun Monaten haben sich die Nerven regeneriert, die Schweißbildung nimmt wieder zu und die Behandlung kann wiederholt werden.

  • 2. Die Schweißdrüsenabsaugung (Saugkürettage) der Achseln wird ambulant und in örtlicher Betäubung durchgeführt. Durch zwei kleine Hautschnitte werden möglichst viele Schweißdrüsen mit einer dünnen Spezialkanüle abgeschabt (kürettiert) und abgesaugt. Die kleinen Wunden werden mit feinsten Nähten verschlossen. Für 24 Stunden wird ein Druckverband angelegt. In den ersten Wochen sollten extreme Schulterbewegungen vermieden werden. Die Fäden werden nach zehn Tagen entfernt. Auch wenn diese Operation bei den meisten Patienten zu einer dauerhaften Verminderung der Schweißbildung führt, kann es gelegentlich nach einiger Zeit zu einem erneuten vermehrten Schwitzen kommen. In diesen Fällen ist möglicherweise eine erneute Operation notwendig.

  • 3. Die radikalste Behandlungsmethode der Hyperhidrose in der Achselhöhle ist das Ausschneiden der Schweißdrüsen. Bei dieser Operation wird in Dämmerschlaf und örtlicher Betäubung die Achselhaut mit den Schweißdrüsen herausgeschnitten. Der so entstandene Defekt wird mit einer Verschiebung der umgebenden Haut (Z-Plastik) verschlossen. Der Eingriff kann ambulant durchgeführt werden. Ein Druckverband und kleine Drainagen werden nach 24 Stunden entfernt. Die Fäden lösen sich von selbst auf und müssen nicht entfernt werden. Extreme Schulterbewegungen sollten für sechs Wochen vermieden werden. Nach Abheilung bleibt eine z-förmige Narbe in der Achselhöhle.

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