Gesichtsstraffung (Softlifting und Facelifting)

Für wen eignet sich diese Operation?

Ein Facelifting oder eine Straffung einzelner Bereiche des Gesichts ist angebracht, wenn aufgrund des Alterungsprozesses das gesamte Gesicht oder Teile des Gesichts erschlafft und von Falten durchzogen sind. Einige Anzeichen hierfür sind:

  • Hängebäckchen
  • Faltenbildung
  • Hautüberschuss am Hals („Truthahnhals“)
  • Tiefe Falten am Hals
  • Falten an den Schläfen
  • Insgesamt Hautüberschuss oder zu locker sitzende Haut im Gesicht
Wie erfolgt die Betäubung?

In der Regel erfolgt die Operation in einer schonenden Vollnarkose. Je nach Umfang der Operation kann gelegentlich auch in örtlicher Betäubung, kombiniert mit einer Dämmerschlafspritze, operiert werden. Dr. Kania wird Ihnen das für Sie am besten geeignete Betäubungsverfahren empfehlen.

Was passiert während der Operation?

Zunächst erfolgt im Sitzen die Anzeichnung der geplanten Schnittführung mit einem Filzstift. Auch bei Operation in Vollnarkose wird ein örtliches Betäubungsmittel eingespritzt. Das Betäubungsmittel ist versetzt mit einem Medikament, das zu einem örtlichen Zusammenziehen der kleinen Blutgefäße führt. Hierdurch wird die Blutung bei der Operation minimiert. Durch Schnitte um das Ohr herum wird jetzt die Haut vorsichtig von den tieferen Schichten abgelöst. Bei der Stirnstraffung wird der Schnitt in den behaarten Scheitelbereich oder an die Haargrenze gelegt. Bei der Mittelgesichtsstraffung liegt der Schnitt – ähnlich wie bei einer Unterlidplastik – direkt unterhalb der Wimpernreihe des Unterlids. Die eigentliche Straffung erfolgt jetzt nach Präparation der tieferen Schicht. Dies ist das sogenannte „Superfizielle muskulo-aponeurotische System“ (SMAS). Das SMAS ist eine Art Muskelhaut (Faszie) mit wesentlich geringerer Elastizität als bei der Haut. Deshalb hält die Straffung dieser Schicht auch wesentlich länger als eine reine Hautstraffung. Die überschüssige Haut wird jetzt so entfernt, dass nach dem Hautverschluss mit feinsten fortlaufenden Nähten ein möglichst natürliches Aussehen erzielt wird. Ein maskenhaftes „operiertes“ Aussehen wird hierbei vermieden. Am Hals müssen manchmal störende Fettpolster (Doppelkinn) durch einen gesonderten kleinen Schnitt unterhalb des Kinns oder durch Fettabsaugen entfernt werden. Die Operation dauert je nach Umfang drei bis fünf Stunden.

Mit welchen Narben ist zu rechnen?

Es entstehen je nach Eingriff und Schnittführung feine, kaum sichtbare Narben im Bereich vor und hinter dem Ohr und am Haaransatz. Dr. Kania wird mit Ihnen gemeinsam im Vorfeld des Faceliftings genau festlegen, welche Schnittführung nötig ist. Spezielle Nahttechniken optimieren die Heilungszeit und sorgen dafür, dass die Narben später in den meisten Fällen fast nicht zu erkennen sein werden. Das spätere Aussehen wirkt natürlich und nicht maskenhaft.

Worauf ist nach der Operation zu achten?

In der Regel ist ein stationärer Aufenthalt von etwa einem Tag notwendig. Weniger umfangreiche Straffungen können sogar ambulant durchgeführt werden. Die operationsbedingte Schwellung geht meistens bereits nach einigen Tagen zurück. Durch Kühlung und Schlafen mit leicht erhöhtem Oberkörper (zweites Kopfkissen) in den ersten Tagen nach der Operation können Sie den Vorgang unterstützen. Eine gelegentlich auftretende Blauverfärbung (Bluterguss) resorbiert sich normalerweise innerhalb von sieben bis zehn Tagen. Feinste Einzelfäden (z. B. am Ohr) werden nach einer Woche entfernt. Die Fäden hinter dem Ohr und am Haaransatz werden nach 14 Tagen entfernt. Bereits am Tag nach der Operation können Sie schon die Haare waschen. Je nach Haarlänge (Kaschieren der frischen Operationsnarben) sind Sie in der Regel nach ein bis zwei Wochen wieder gesellschaftsfähig.

Welche Komplikationen können auftreten?

Die bei jeder Operation möglichen Komplikationen (Nachblutung, Wundinfektion, überschießende Narbenbildung) sind bei der Gesichtsstraffung selten. Nach größeren Wangen- oder Stirnstraffungen kann die Berührungsempfindlichkeit vor dem Ohr und an der Stirn beeinträchtigt sein. Selten kann es zu einem größeren Bluterguss kommen. In diesem Fall sollte der Bluterguss mit einer kleinen Operation entfernt werden, damit der Heilverlauf nicht verzögert wird. Eine Störung der Gesichtsnerven mit Einschränkungen der mimischen Muskulatur ist selten und kann als ein Fehler bezeichnet werden, der nur unerfahrenen Operateuren unterläuft. Wenn es zu Durchblutungsstörungen am Wundrand kommt (besonders bei starken Rauchern), kann eine spätere Korrekturoperation notwendig werden. Bei Patienten, die zu einer überschießenden Narbenbildung neigen, können die Schnittlinien für einige Wochen durch eine Rötung sowie Verdickung erkennbar sein.

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