Brustkorrektur beim Mann (Gynäkomastie)

Für wen eignet sich diese Operation?

Eine operative Brustkorrektur beim Mann ist erforderlich, wenn sich die Brustdrüse anlagebedingt oder durch eine Störung im Hormonhaushalt unnatürlich vergrößert hat oder wenn sich durch Übergewicht Fettansammlungen im Brustbereich gebildet haben.

Was ist vor der Operation zu beachten?

Gewichtsabnahme

Sie sollten vor der Operation so viel Gewicht abnehmen, wie Sie realistisch halten können. Je näher Sie vor der Operation an Ihrem realistischen Normalgewicht liegen, desto zufriedener werden Sie mit dem Ergebnis sein.

Was passiert während der Operation?

Zunächst erfolgt im Sitzen die Anzeichnung der geplanten Schnittführung mit einem Filzstift. Nach Beginn des Dämmerschlafs oder der Narkose wird die Tumeszenzlösung eingespritzt, die Kochsalzlösung und ein Mittel zur lokalen Betäubung enthält. Die Lösung ist versetzt mit einem Medikament, das zu einem örtlichen Zusammenziehen der kleinen Blutgefäße führt. Hierdurch wird die Blutung bei der Operation minimiert. Durch einen kleinen, halbkreisförmigen Schnitt an der unteren Seite des Warzenhofes wird nun zunächst überschüssiges Fettgewebe mit der gewebeschonenden Vibrationstechnik (Power-Assisted Liposuction PAL) abgesaugt. Das Drüsengewebe ist sehr fest und kann daher nicht abgesaugt werden. Überschüssiges Drüsengewebe wird nun zusätzlich entfernt. Bei sehr großen Brüsten und lockerer Haut wird die überschüssige Haut entfernt. In den meisten Fällen bildet sich aber der Hautüberschuss in den ersten sechs Monaten nach der Operation von selbst zurück. Es folgt ein Wundverschluss mit fortlaufenden Nähten. Drainagen sorgen dafür, dass in den ersten 24 Stunden nach der Operation das Wundsekret ablaufen kann. Die Operation dauert je nach Umfang anderthalb bis zwei Stunden.

Mit welchen Narben ist zu rechnen?

Es entsteht eine feine, halbkreisförmige Narbe am unteren Rand der Brustwarze, die kaum sichtbar ist. Wenn Haut entfernt werden musste (sehr große Brüste), sind zusätzliche Narben nötig. Die beste Voraussetzung für eine gute Narbenbildung ist eine präzise Operationstechnik und Druck von außen. Um die Schrumpfung der überschüssigen Haut zu unterstützen, muss nach der Operation konsequent eine entsprechende Kompressionsweste getragen werden. Die Fäden lösen sich von selbst auf und müssen nicht entfernt werden.

Worauf ist nach der Operation zu achten?

Am Operationstag ist manchmal die Einnahme von Schmerzmitteln notwendig. Meistens haben die Patienten aber kaum Schmerzen. Bereits am Tag der Operation kann der Patient das Bett verlassen. Nach der Operation bleibt der Patient in der Regel noch einen Tag in stationärer Behandlung. Die Kompressionsweste wird bereits im OP angepasst und sollte für die nächsten sechs Wochen am besten Tag und Nacht getragen werden. Sport ist eingeschränkt möglich, schweres Heben ist für drei Wochen zu vermeiden.

Welche Komplikationen können auftreten?

Auch wenn die Narben normalerweise schmal und unscheinbar werden, entsteht eine relativ große innere Wundfläche. Mögliche Komplikationen sind Blutergüsse und Wundheilungsstörungen. In seltenen Fällen können Unregelmäßigkeiten verbleiben, die man nach etwa sechs Monaten korrigieren kann. Wenn sich bei sehr großen Brüsten die überschüssige Haut nicht ausreichend zurückbildet, kann später eine Bruststraffung nötig sein.

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