Unterlidkorrektur (Blepharoplastik)

Für wen eignet sich diese Operation?

Eine Unterlidplastik ist angebracht bei Tränensäcken, Augenrändern und Muskelschwäche (Triefauge, Ektropium).

Was ist vor der Operation zu beachten?

Bringen Sie eine Sonnenbrille in die Klinik mit, um auf dem Nachhauseweg die frisch operierte Augenpartie zu kaschieren und vor Wind zu schützen. Rechnen Sie damit, dass die Augen in den ersten zwei Tagen nach der Operation geschont und gekühlt werden müssen. Die moderne Unterlidplastik mit Verlagerung von Fettgewebe und Muskelstraffung ist eine Operation, die nur von erfahrenen Chirurgen durchgeführt werden sollte.

Was passiert während der Operation?

Vor der Operation erfolgt im Sitzen die Anzeichnung der geplanten Schnittführung mit einem Filzstift. Der Eingriff erfolgt unter Lokalanästhesie und Dämmerschlaf. Mit einer sehr dünnen Nadel wird ein Betäubungsmittel in den Operationsbereich injiziert. Das Betäubungsmittel ist versetzt mit einem Medikament, das zu einem örtlichen Zusammenziehen der kleinen Blutgefäße führt. Hierdurch wird die Blutung bei der Operation minimiert. Durch einen Schnitt unterhalb der Wimpern wird zunächst die hauchdünne Haut von dem darunterliegenden Muskel abgelöst. Nach Eröffnen des Muskels wird die Knochenkante der Augenhöhle freigelegt. Die ausgeleierte Membran, die das Fettgewebe in der Augenhöhle zurückhalten soll, wird abgetrennt, und das Fettgewebe wird verlagert, um die Tränenrinne aufzufüllen. Von einem kleinen Schnitt seitlich am Oberlid wird nun der Muskel gestrafft und schließlich der entstandene Hautüberschuss am Unterlid vorsichtig entfernt. Die Wunden werden mit feinsten fortlaufenden Nähten verschlossen. Die Operation dauert etwa zwei Stunden, danach ein Tag stationärer Aufenthalt.

Mit welchen Narben ist zu rechnen?

Die Narbe am Unterrand der Wimpern und die kleine Narbe seitlich in der Umschlagsfalte des Oberlids sind nach Abblassen der Narben meistens nicht sichtbar.

Worauf ist nach der Operation zu achten?

Die Lider bestehen aus feinsten Strukturen und reagieren entsprechend empfindlich auf jede Einwirkung von außen. Sie werden also die Klinik mit etwas geschwollenen Augen verlassen. Auch kleinste Blutergüsse verteilen sich in dem zarten Gewebe, sodass Sie eventuell am Tag nach der Operation eine Blauverfärbung beobachten können. Glücklicherweise erholen sich die Augen sehr rasch. Die Schwellung geht bereits nach wenigen Tagen zurück, und sollte sich ein Bluterguss bilden, wird dieser innerhalb von sieben bis zehn Tagen abgebaut. Durch Kühlung und Schlafen mit leicht erhöhtem Oberkörper (zweites Kopfkissen) in den ersten Tagen nach der Operation können Sie den Vorgang unterstützen. Abschwellende Enzyme helfen ebenfalls. Die Augen sollten am Anfang geschont werden. Längeres Lesen oder Fernsehen ist daher in den ersten Tagen nicht erlaubt. Die Fäden werden in der ersten Woche entfernt. Nach etwa ein bis zwei Wochen sind Sie wieder gesellschaftsfähig, mit Sonnenbrille oder Make-up etwas früher.

Welche Komplikationen können auftreten?

Die bei jeder Operation möglichen Komplikationen (Nachblutung, Wundinfektion, überschießende Narbenbildung, Nervenverletzung) sind bei der Unterlidplastik extrem selten. Es kann in der ersten Zeit eine vorübergehende leichte Trockenheit der Augen auftreten, die jedoch durch Befeuchten mit Tropfen im Regelfall behoben wird. Wird am Unterlid zu viel Haut entfernt, kann es zu einem Verziehen der Lidkante kommen. Dies ist allerdings ein typisches Problem eines unerfahrenen Chirurgen.

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