Oberschenkelstraffung (Dermolipektomie der Oberschenkel)

Für wen eignet sich diese Operation?

Eine Oberschenkelstraffung ist erforderlich, wenn die Haut an dieser Stelle erschlafft ist.

Die Ursachen:

  • - Hautüberschuss durch Alterungsprozess
  • - Zustand nach extremer Gewichtsabnahme oder Gewichtsschwankungen
  • - Von Natur aus schwaches Bindegewebe
Was ist vor der Operation zu beachten?

Sie sollten vor der Operation so viel Gewicht abnehmen, wie es Ihnen möglich ist. Je näher Sie vor der Operation an Ihrem Idealgewicht liegen, desto zufriedener werden Sie mit dem Ergebnis sein

Was passiert während der Operation?

Wir unterscheiden zwischen der „kleinen“, horizontalen Straffung mit einer Naht zwischen Leiste und Pofalte und der „großen“, vertikalen Straffung, bei der eine zusätzliche Naht längs an der Innenseite des Oberschenkels in Richtung Knie verläuft. Zunächst erfolgt im Stehen die Anzeichnung der geplanten Schnittführung mit einem Filzstift. Nach Einleiten der Narkose wird zusätzlich ein Mittel zur lokalen Betäubung eingespritzt. Das Betäubungsmittel ist versetzt mit einem Medikament, das zu einem örtlichen Zusammenziehen der kleinen Blutgefäße führt. Hierdurch wird die Blutung bei der Operation minimiert. Mit dem Skalpell werden nun die Haut- und Fettüberschüsse entfernt. Um ein lang anhaltendes Ergebnis zu erzielen und spannungsfreie Hautnähte zu ermöglichen, werden jetzt tiefere Strukturen (die sog. Fettfaszie) mit tiefen Nähten am Becken verankert. So kann eine dauerhafte Neuformung der Oberschenkel erfolgen. Die entstandenen Wunden werden mit feinen resorbierbaren Nähten spannungsfrei verschlossen. Drainagen sorgen dafür, dass in den ersten ein bis zwei Tagen nach der Operation das Wundsekret ablaufen kann. Die Operation dauert je nach Umfang zwei bis drei Stunden.

Mit welchen Narben ist zu rechnen?

Nach der Operation bleibt entweder eine horizontale Narbe zwischen Leiste und Pofalte (horizontale Oberschenkelstraffung) oder bei einer vertikalen Oberschenkelstraffung zusätzlich eine längs verlaufende Narbe an der Innenseite des Oberschenkels in Richtung Kniegelenk. Feine Nahttechniken und konsequente Nachbehandlung tragen dazu bei, dass diese Narben so unauffällig wie möglich erscheinen.

Worauf ist nach der Operation zu achten?

In den ersten Tagen ist in der Regel die Einnahme von Schmerzmitteln notwendig. Bereits am ersten Tag nach der Operation kann die Patientin das Bett verlassen. Die Dauer des stationären Aufenthaltes beträgt ca. zwei bis drei Tage. Nach etwa 14 Tagen ist die Patientin in der Regel wieder gesellschaftsfähig. Für drei bis sechs Wochen muss eine Kompressionshose getragen werden, damit eine optimale Heilung ermöglicht wird. Sport sollte für sechs bis acht Wochen unterbleiben.

Welche Komplikationen können auftreten?

Auch wenn die Narben normalerweise schmal und unscheinbar werden, entsteht eine relativ große innere Wundfläche. Mögliche Komplikationen sind Blutergüsse und Wundheilungsstörungen. Kommt es wegen einer Infektion oder Durchblutungsstörung (besonders bei starken Raucherinnen) zu einer Wundheilungsstörung, können später breitere Narben entstehen. In seltenen Fällen können diese Narben auch im Laufe der Zeit etwas absinken. Besonders wenn viel Gewebe entfernt wurde, kann es zu Berührungsunempfindlichkeit kommen, die sich jedoch meist innerhalb von sechs bis zwölf Monaten deutlich bessert.

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