Nasenkorrektur (Rhinoplastik)

Für wen eignet sich diese Operation?

Eine Korrektur der Nase ist angebracht, wenn die Nase in ihrer Form und Größe die Harmonie des Gesichts stört oder wenn die Nasenatmung beeinträchtigt ist. Die Nase lässt sich sowohl in Länge, Höhe, Breite und Größe verändern als auch begradigen. Ein Verkleinern der Nasenflügel und die Modellierung der Nasenspitze sind ebenfalls möglich. Eine Nasenkorrektur sollte möglichst erst nach Abschluss des Knochenwachstums durchgeführt werden.

Was passiert während der Operation?

Während der etwa ein bis drei Stunden dauernden Operation in Vollnarkose wird zunächst über Schnitte in den Nasenlöchern das Knochen-Knorpelgerüst der Nase freigelegt. Meistens ist auch ein kleiner Schnitt am Nasensteg zwischen Nasenspitze und Oberlippe nötig (offene Nasenplastik). Danach können die individuell notwendigen Veränderungen vorgenommen werden. Typische Beispiele sind die Entfernung von zu groß geratenen Knorpelteilen an der Nasenspitze, Anheben und Neuformung der Nasenspitze, das Abtragen eines Nasenhöckers und das Geraderichten der Nasenscheidewand. Wird ein größerer Höcker abgetragen, muss meist der Knochen am Übergang zum Oberkiefer mit einem ganz feinen Meißel geschwächt werden, um die Nase zu verschmälern. Gelegentlich ist für ein optimales Ergebnis auch eine Knorpeltransplantation notwendig. Meist kann der Knorpel aus der Nasenscheidewand entnommen werden, manchmal ist eine Knorpelentnahme von der Ohrmuschel nötig. In ganz seltenen Fällen kann es auch nötig sein, Rippenknorpel zu entnehmen.

Mit welchen Narben ist zu rechnen?

Die meisten Narben bei der Nasenplastik sind innere Narben und daher nicht sichtbar. Bei der offenen Nasenplastik bleibt ein kleiner weißer Strich am Nasensteg (Columella), den man nur sieht, wenn man von unten in die Nasenlöcher schaut. Bei Knorpeltransplantation von der Ohrmuschel entsteht eine kleine Narbe in der Umschlagsfalte hinter dem Ohr.

Worauf ist nach der Operation zu achten?

Für die operative Nasenkorrektur ist ein Klinikaufenthalt von einem Tag notwendig. Die Nase wird für die ersten 24 Stunden von innen tamponiert. Äußerlich schützt und stabilisiert ein Gipsverband die empfindliche Nase, der für 14 Tage getragen werden muss. Schwellungen, einhergehend mit leichten Schmerzen, die in den ersten Tagen nach der Operation auftreten und dann allmählich abklingen, sind normal. Schlafen mit leicht erhöhtem Oberkörper und die Einnahme von abschwellenden Medikamenten unterstützen den Rückgang der Schwellungen. Der Gips wird nach einer Woche gewechselt und die feinen Nähte am Nasensteg entfernt. Die Fäden im Inneren der Nase lösen sich von selbst auf und müssen nicht entfernt werden. Nach zwei Wochen wird der Gips entfernt. Die Nase ist dann immer noch etwas geschwollen, aber in der Regel ist man wieder gesellschaftsfähig. Kontaktsportarten sollten für sechs Wochen vermieden werden. In den folgenden Monaten muss der Patient vor allem Geduld haben, denn das Endergebnis ist erst erreicht, wenn die innere Narbenbildung abgeschlossen ist und der Hautmantel sich dem neuen Nasengerüst angepasst hat. Dieser Prozess dauert etwa zwölf Monate.

Welche Komplikationen können auftreten?

Die bei jeder Operation möglichen Komplikationen (Nachblutung, Wundinfektion, überschießende Narbenbildung, überschießende Knochenneubildung, Nervenverletzung) sind bei der Nasenkorrektur selten. Unregelmäßigkeiten, die durch überschießende innere Narbenbildung entstehen können, lassen sich meist durch Injektion von kleinsten Mengen Kortison in das Narbengewebe beseitigen. Wenn der Knochen mit einem Meißel geschwächt werden musste, kann es zu einer Blauverfärbung im Bereich der Unterlider kommen, die jedoch meist nach zwei Wochen resorbiert ist. Gelegentlich treten Gefühlsstörungen im Bereich der Nasenspitze auf, die sich aber nach einigen Wochen zurückbilden.

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