Implantatwechsel

Für wen eignet sich diese Operation?

Ein Implantatwechsel kann notwendig sein bei Problemen mit bereits durch Implantate vergrößerten Brüsten. Diese können entstehen durch Unzufriedenheit mit Form und Größe, defekte ältere Implantate, ausgelaufene Kochsalzimplantate oder eine ausgeprägte Kapselfibrose.

Was ist vor der Operation zu beachten?

Wahl des Implantates

Die Operation soll zum bestmöglichen Ergebnis führen, daher geht dem Eingriff eine sehr sorgfältige Planung voraus. Dr. Kania bespricht mit Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten des Implantatwechsels. Alle Implantate bestehen aus einer Silikonhülle. Um spätere Kapselverhärtungen zu vermeiden, werden meist Implantate mit einer rauen Hülle bevorzugt. Die Implantate haben entweder eine runde oder anatomische (tropfenförmige) Form. Die Silikonhülle ist mit hochwertigem kohäsivem Silikongel gefüllt, das nicht auslaufen kann. Es können auch mit Kochsalzlösung gefüllte Implantate verwendet werden. Die Wahl des für Sie passenden Implantates ist ein wichtiger Bestandteil der Operationsplanung. In der novoLinea Klinik werden ausschließlich hochwertige Implantate verwendet, die eine Zulassung der amerikanischen Gesundheitsbehörde (FDA) haben und mit einer Garantie versehen sind. Zu Ihrer Sicherheit erhalten Sie zusätzlich einen persönlichen Implantatpass, in dem die Daten des eingesetzten Implantates aufgelistet und damit jederzeit überprüfbar sind.

Operationsschnitte

Die am häufigsten gewählten Schnittführungen sind in der Unterbrustfalte (submammär) oder am Unterrand des Warzenvorhofs (periareolär). Die Narben können aber auch durch den Warzenvorhof (transareolär) oder in der Achselhöhle (axillär) platziert werden. In der Regel werden die bereits vorhandenen Narben ausgeschnitten und als Zugangsweg benutzt, sodass keine zusätzlichen Narben entstehen. Das für Sie optimale Vorgehen bespricht Dr. Kania ausführlich vor der Operation mit Ihnen.

Platzierung des Implantates

Das Implantat kann entweder teilweise oder vollständig hinter den Muskeln (submuskulär) oder zwischen Muskeln und Brustdrüse (subglandulär) platziert werden.

Ultraschalluntersuchung, Mammografie

Ob eine Ultraschalluntersuchung und/oder Mammografie vor der Operation sinnvoll ist, bespricht Dr. Kania mit Ihnen während des ausführlichen Beratungsgesprächs.

Was passiert während der Operation?

Zunächst erfolgt im Sitzen die Anzeichnung der geplanten Schnittführung sowie die Markierung der geplanten Implantatlage mit einem Filzstift. Nach Einleiten der Narkose wird zusätzlich ein örtliches Betäubungsmittel eingespritzt. Das Betäubungsmittel ist versetzt mit einem Medikament, das zu einem örtlichen Zusammenziehen der kleinen Blutgefäße führt. Hierdurch wird die Blutung bei der Operation minimiert. Nach dem Hautschnitt wird die Kapsel eröffnet und das alte Implantat entfernt. Bei defekten Implantaten und ausgeprägter Kapselfibrose muss manchmal die gesamte Kapsel zusammen mit dem Implantat entfernt werden. Wenn es nötig ist, die Implantatlage zu verändern, wird jetzt der erforderliche Hohlraum für das Implantat geschaffen. Nun wird das Implantat der angestrebten Größe und Form in der Brust platziert. An der Patientin in halb sitzender Position überprüft Dr. Kania, ob die nun entstandene Brustform natürlich und ästhetisch erscheint. In den meisten Fällen wird eine Drainage eingelegt, durch die das Wundsekret ein bis zwei Tage lang abgesaugt wird. Die Wunde wird dann in mehreren Schichten mit feinen Nähten verschlossen. Die Operation erfolgt in Vollnarkose und dauert ca. ein bis zwei Stunden.

Mit welchen Narben ist zu rechnen?

Entsprechend der Vielzahl von verschiedenen Brustformen gibt es auch unterschiedliche Operationstechniken. Die notwendigen Narben können daher variieren. Möglich ist eine Narbe in der Achselhöhle, an der Brustwarze oder in der Brustumschlagsfalte (Unterbrustfalte). Die beste Voraussetzung für eine gute Narbenbildung ist eine präzise Operationstechnik und Druck von außen. Ein gut sitzender Spezial-BH und unser Narbennachbehandlungsprogramm helfen bei der Bildung unauffälliger Narben. Die Narben heilen gewöhnlich sehr gut ab und sind bei normalem Verlauf der Heilung nach einigen Monaten kaum noch sichtbar.

Worauf ist nach der Operation zu achten?

In den ersten Tagen ist in der Regel die Einnahme von Schmerzmitteln notwendig. Bereits am Tag der Operation kann die Patientin das Bett verlassen. Der stationäre Aufenthalt beträgt ca. zwei Tage. Sobald die Drainagen entfernt sind, muss der gut sitzende Spezial-BH für die nächsten drei Wochen am besten Tag und Nacht getragen werden. Für weitere drei Wochen sollte der Spezial-BH zumindest tagsüber getragen werden. Bereits nach der Entlassung aus der Klinik ist die Patientin wieder gesellschaftsfähig. Dennoch ist in den ersten drei Wochen nach der Operation körperliche Schonung nötig. Besonders das Anheben der Arme führt zu Spannungen an den Nähten und sollte in den ersten drei Wochen strikt vermieden werden. Sportarten wie Tennis und Golf oder schweres Heben sind für sechs Wochen zu vermeiden. Die Fäden lösen sich von selbst auf und müssen nicht entfernt werden.

Welche Komplikationen können auftreten?

Wie bei jeder Operation kann es zu einem Bluterguss oder einer Wundinfektion kommen. Insbesondere beim Zugang durch die Achselhöhle können Nerven verletzt werden, was im ungünstigsten Fall die Berührungsempfindlichkeit einschränkt. Dies ist jedoch äußerst selten. Der Körper bildet um jedes Implantat eine Kapsel, die in den allermeisten Fällen hauchdünn ist und keinerlei Beschwerden verursacht. Bei einigen wenigen Frauen kann es jedoch zu einer übertriebenen Kapselbildung kommen (Kapselfibrose). Dies kann eine Verhärtung der Brust bewirken und in Extremfällen auch schmerzhafte Verformungen der Brust hervorrufen. In einem solchen Fall muss die Kapsel operativ entfernt und das Implantat ausgetauscht werden.

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