Faltenbehandlung (ohne Skalpell)

Mimische Falten

Falten sind ein natürliches Merkmal der Muskelaktivität und ein Resultat der Mimik. In bestimmten Fällen ist jedoch eine Überaktivität der Muskulatur zu verzeichnen, und es kommt hierdurch evtl. zu störenden Falten wie z. B. Stirnfalten, Zornesfalten, Krähenfüßen. Mit einem speziellen Mittel lassen sich die Muskeln vorübergehend schwächen. Wenn man es in den Muskel injiziert, werden die Nervenimpulse blockiert, sodass der entsprechende Muskel nicht mehr wie gewohnt angespannt werden kann. Durch diese gezielte Hemmung bestimmter Gesichtsmuskeln kann dort ein Verhindern der Faltenbildung erzielt werden. Diese Wirkung hält in der Regel etwa sechs Monate an und kann durch erneutes Einspritzen mehrfach verlängert werden. Die Muskeln werden durch die wiederholte Stilllegung immer dünner mit entsprechender Reduktion der Faltenbildung. Das Mittel wird mit einer sehr dünnen Nadel injiziert, wobei auch kein zusätzliches Lokalanästhetikum notwendig wird. Besonders gut geeignet ist diese Behandlung für die Korrektur von Stirnfalten und Lachfalten an den Augen (Krähenfüße). Häufig kommt es nach der Behandlung auch zu einer Besserung von Spannungskopfschmerzen. Auch bestimmte Formen der Migräne lassen sich mit gut behandeln.

Eigenfettunterspritzung

An Stellen wie Bauch, Hüfte oder Oberschenkel werden störende Fettzellen entnommen, mittels eines Spezialverfahrens aufbereitet und in die zu glättenden Gesichtsbereiche injiziert.
Die besondere Aufbereitung der Fettzellen sowie ausgeklügelte Unterspritzungstechniken, die die Haut zusätzlich straffen, sorgen hier in der Regel für langes Anhalten des gewünschten Effektes. Allergische Reaktionen sind hierbei ausgeschlossen, da Eigenfett eine körpereigene Substanz ist. Der Eingriff wird ambulant und in der Regel in Lokalanästhesie durchgeführt.
Die Behandlung kann zu vorübergehenden Schwellungszuständen führen, deshalb sollten für drei bis vier Tage keine wichtigen gesellschaftlichen Verpflichtungen geplant werden.

Eigenfettunterspritzung eignet sich besonders gut zur Korrektur von tiefen Falten im Mundbereich.

Da immer ein Teil des injizierten Fettgewebes vom Körper resorbiert wird, muss in vielen Fällen nach etwa sechs Monaten eine weitere Eigenfettunterspritzung durchgeführt werden.

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure kommt natürlich im Körper vor. Sie gibt der Haut ihr Volumen und somit ihr vitales Aussehen. Das für die Unterspritzung verwandte Material enthält keine artfremden Eiweiße. Eine Allergie gegen die Substanz ist deshalb unwahrscheinlich. Die Injektionsstelle wird vorher mit einer Anästhesiesalbe etwas betäubt. Mit einer sehr feinen Nadel wird eine Serie von Injektionen entlang der Fältchen gesetzt. Ein Gel mit Hyaluronsäure wird genauso wie die körpereigene Hyaluronsäure mit der Zeit abgebaut und vom Körper absorbiert. Mit einer Auffrischbehandlung kann das vorher erzielte Ergebnis aufrechterhalten werden.
Die Faltenbehandlung mit Hyaluronsäure zeigt besonders gute Wirkung in der Mundregion.

RADIESSE™

RADIESSE™ ist ein biokompatibler resorbierbarer Füllstoff, der sich besonders zur Behandlung tiefer Falten und Konturdefekte eignet. RADIESSE™ führt zu einer sofort sichtbaren Glättung von Falten und regt eine Produktion von körpereigenem Kollagen im behandelten Bereich an. Im Gegensatz zu vielen anderen Fillern hält die Wirkung von RADIESSE™ daher wesentlich länger an (ca. 12 bis 18 Monate). Nach Vorbehandlung mit einer starken Betäubungscreme wird RADIESSE™ mit einer feinen Nadel unter die Falten oder Konturdefekte gespritzt. Danach werden die unterspritzten Bereiche leicht massiert und gekühlt.

RADIESSE™ kann auch zur Handverjüngung verwendet werden.

Sculptra®

Sculptra® wurde auf der Basis von Milchsäure (die im natürlichen Zustand im Körper vorkommt) als eine Polymilchsäure zum Auffüllen von Falten oder als „Volumengeber“ entwickelt. Es handelt sich um eine synthetische Substanz, die im medizinischen Bereich häufig verwendet wird. Das injizierte Volumen bewirkt eine Auffüllung der Falten. In der zweiten Phase kommt es durch die Neubildung von Kollagenfasern zu einem natürlichen und weichen Aufbau des Bindegewebes und damit zum Ausgleich von Falten und Konturdefekten. Im Durchschnitt sind zwei Behandlungen notwendig (abhängig von der Tiefe der zu behandelnden Zone kann eine Sitzung ausreichen oder es können bis zu drei Behandlungen im Abstand von zwei bis vier Monaten notwendig werden). Das Resultat ist erst nach einigen Wochen sichtbar, da der körpereigene Aufbau von Kollagenfasern etwas Zeit braucht. Sculptra® eignet sich zur Behandlung tiefer Falten wie Nasolabialfalten. Auch Defekte wie eingefallene Wangen können mit Sculptra® aufgefüllt und so korrigiert werden.

Carboxytherapie

Die Carboxytherapie ist ein seit vielen Jahrzehnten bekanntes Verfahren, mit dem eine Hautstraffung, die Anregung körpereigener Kollagenbildung und der Abbau kleiner störender Fettpolster erreicht werden kann. Eine häufige Indikation für die Carboxytherapie sind Fältchen an den Unterlidern. Nach Vorbehandlung mit einer starken Betäubungscreme wird mit einer sehr dünnen Kanüle medizinisches CO2-Gas unter die Haut oder in das Fettgewebe eingebracht. Das CO2-Gas führt zu einer Anregung des Stoffwechsels und der Kollagenbildung. In die so entstandenen Gasblasen werden zusätzlich natürliche Wirkstoffkonzentrate in geringer Dosierung eingespritzt, um die Schrumpfung der Haut oder den Abbau von Fettzellen zu unterstützen. Um einen lang anhaltenden Effekt zu erzielen, muss die Behandlung nach einigen Monaten wiederholt werden.

ELLANSÉ™

ELLANSÉ™ ist ein vollständig resorbierbarer Füllstoff, der die körpereigene Kollagenproduktion anregt. ELLANSÉ™ ist besonders elastisch und wird sehr langsam vom Körper abgebaut. Je nach Wahl des Füllstoffs aus der ELLANSÉ™ Produktpalette kann die Wirkung bis zu vier Jahren anhalten. Welcher Füllstoff für Sie am besten geeignet ist, erklärt Ihnen Dr. Kania in einem ausführlichen Beratungsgespräch. Nach Vorbehandlung mit einer starken Betäubungscreme wird ELLANSÉ™ mit einer feinen Nadel unter die Falten oder Konturdefekte gespritzt. Danach werden die unterspritzten Bereiche leicht massiert und gekühlt.

Mesotherapie

Mit der Mesotherapie lässt sich eine Verbesserung des gesamten Hautbilds erreichen. Kleine Knitterfältchen werden geglättet und die Haut sieht jünger aus. Die Behandlung ist geeignet für das gesamte Gesicht, den Hals und das Dekolleté. Mit einem milden Fruchtsäurepeeling werden die abgestorbenen Hornpartikel von der Haut entfernt. Anschließend wird mit Hilfe einer Mesopistole mit feinsten Kanülen eine Mischung aus nativer Hyaluronsäure und Vitaminen in die Haut gespritzt. Die Hyaluronsäure erhöht den Wassergehalt der Haut und die Vitamine erreichen – anders als bei den meisten Hautcremes – die Gewebeschicht, in der die Regeneration der Haut stattfindet. Am Anfang sollten vier bis fünf Behandlungen im Abstand von je etwa zwei Wochen durchgeführt werden. Später reicht dann meistens je eine Auffrischung alle sechs Monate aus.

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