Bruststraffung mit Verkleinerung

Für wen eignet sich diese Operation?

Eine Bruststraffung und -verkleinerung ist erforderlich, wenn der Busen wegen seiner Größe nicht in normaler Relation zum Rest des Körpers steht. Bei vielen Frauen mit vergrößerter Brust (Makromastie) bestehen neben psychischen Belastungen auch Rückenschmerzen und Probleme beim Sport.

Was ist vor der Operation zu beachten?

Gewichtsabnahme

Sie sollten vor der Operation ein Gewicht erreichen, das Sie realistisch halten können. Je näher Sie vor der Operation an Ihrem realistischen Normalgewicht liegen, desto zufriedener werden Sie mit dem Ergebnis sein. Starke Gewichtsabnahmen nach der Operation können zu einem erneuten Hängen der Brüste führen.

Ultraschalluntersuchung, Mammografie

Ob eine Ultraschalluntersuchung und/oder Mammografie vor der Operation sinnvoll ist, bespricht Dr. Kania mit Ihnen während des ausführlichen Beratungsgesprächs.

Wundheilung

Wenn Sie zu wunden Stellen in der Unterbrustfalte neigen, sollten diese Zonen vor der Operation zur Abheilung gebracht werden. Ihr Haus- oder Hautarzt wird Ihnen dabei helfen.

Spezial-BH

Nach der Operation passen wir Ihnen einen Spezial-BH an, der die Brust in den ersten sechs Wochen nach der Operation stützt.

Was passiert während der Operation?

Zunächst erfolgt im Stehen die Anzeichnung der geplanten Schnittführung mit einem Filzstift. Nach Einleiten der Narkose wird zusätzlich ein Mittel zur lokalen Betäubung eingespritzt. Das Betäubungsmittel ist versetzt mit einem Medikament, das zu einem örtlichen Zusammenziehen der kleinen Blutgefäße führt. Hierdurch wird die Blutung bei der Operation minimiert. In aller Regel muss der Brustwarzenvorhof verkleinert und die Brustwarze nach oben versetzt werden. Hierzu wird entsprechend dem vorher angezeichneten Schnittmuster die oberste Schicht der Haut um die Brustwarze herum entfernt, ohne die darunterliegenden Nerven und Blutgefäße zu verletzen. Nun wird die überschüssige Haut unterhalb der Brustwarze entfernt. Die Schnitttechniken zur Entnahme von Gewebe sind vielfältig und richten sich ganz nach den Bedürfnissen der Patientin. Die Schnittführung hängt davon ab, wie viel Gewebe entnommen werden soll und wie stark die Haut erschlafft ist. Möglich sind folgende Alternativen:

  • Schnitt um die Brustwarze herum und senkrecht unterhalb der Brustwarze (I-förmig)
  • Zusätzlicher Schnitt in der Unterbrustfalte (L-förmig)
  • Zusätzlicher Schnitt in der Unterbrustfalte (T-förmig)

Aus dem verbliebenen Gewebe wird eine neue Brust geformt, meist mit Bildung eines „inneren BHs“. Es folgt ein Wundverschluss mit fortlaufenden Nähten, die sich später auflösen. Drainagen sorgen dafür, dass in den ersten ein bis zwei Tagen nach der Operation das Wundsekret ablaufen kann. Die Operation dauert je nach Umfang zwei bis drei Stunden.

Mit welchen Narben ist zu rechnen?

Entsprechend der Vielzahl von verschiedenen Brustformen gibt es auch unterschiedliche Operationstechniken. Die notwendigen Narben können daher variieren. Fast immer entsteht eine feine Narbe um die Brustwarze herum und senkrecht unterhalb der Brustwarze. Ob zusätzlich eine Narbe in der Unterbrustfalte (wie bei einem umgekehrten T oder wie bei einem L) notwendig ist, bespricht Dr. Kania eingehend vor der Operation mit Ihnen. Die beste Voraussetzung für eine gute Narbenbildung ist eine präzise Operationstechnik. Drei Wochen nach der Operation beginnen wir mit der Narbennachbehandlung, um eine optimale Narbenbildung zu erreichen.

Worauf ist nach der Operation zu achten?

In den ersten Tagen ist in der Regel die Einnahme von Schmerzmitteln notwendig. Bereits am Tag der Operation kann die Patientin das Bett verlassen. Sobald die Drainagen entfernt sind, muss der gut sitzende Spezial-BH für weitere sechs Wochen am besten Tag und Nacht getragen werden. Bestimmte Sportarten und schweres Heben sind für sechs Wochen zu vermeiden.
Die Fäden lösen sich von selbst auf und müssen nicht entfernt werden.

Welche Komplikationen können auftreten?

Auch wenn die Narben normalerweise schmal und unscheinbar werden, entsteht eine relativ große Wundfläche. Mögliche Komplikationen sind Blutergüsse und Wundheilungsstörungen. Kommt es wegen einer Infektion oder Durchblutungsstörung (besonders bei starken Raucherinnen) zu einer Wundheilungsstörung, können später breitere Narben entstehen. Diese Narben kann man etwa sechs Monate später in örtlicher Betäubung korrigieren.

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