Brustvergrößerung mit Eigenfett

Für wen eignet sich diese Operation?

Zu kleine Brüste können das Körpergefühl einer Frau nachhaltig beeinträchtigen. Die Ursache für eine zu kleine Brust kann angeboren sein, häufig kommt es aber auch nach einer Schwangerschaft zur Rückbildung einer zuvor normalen Brust (Involutionsatrophie). Auch wenn die Symmetrie der Brüste nicht stimmt (starke Größenunterschiede durch Tumoroperation oder angeboren), kann dies durch eine Eigenfetttransplantation ausgeglichen werden. Am besten ist die Eigenfetttransplantation für Patientinnen geeignet, die störende Fettpolster haben und nur eine geringe Brustvergrößerung wünschen.

Was ist vor einer Brustvergrößerung mit Eigenfett zu beachten?

Gewichtsabnahme

Sie sollten vor der Operation ein Gewicht erreichen, das Sie realistisch halten können. Je näher Sie vor der Operation an Ihrem realistischen Normalgewicht liegen, desto zufriedener werden Sie mit dem Ergebnis sein. Da das transplantierte Fettgewebe auch zu- und abnehmen kann, ist es bei der Brustvergrößerung durch Eigenfett besonders wichtig, große Gewichtschwankungen nach der Operation zu vermeiden.

Ultraschalluntersuchung, Mammografie

Ob eine Ultraschalluntersuchung und/oder Mammografie vor der Operation sinnvoll ist, bespricht Dr. Kania mit Ihnen während des ausführlichen Beratungsgesprächs.

Nikotin

Für das Einheilen der Fettzellen ist eine gute Durchblutung notwendig. Da Nikotin die Durchblutung des Gewebes verschlechtert, sollten Sie möglichst eine Woche vor der Operation und drei Wochen nach der Operation vollständig auf Nikotin verzichten. Dies gilt nicht nur für Zigaretten, sondern auch für Pflaster, Sprays oder Kaugummis.

Was passiert während einer Brustvergrößerung mit Eigenfett?

Fettabsaugung

Zunächst werden die Bereiche der Fettentnahme mit dem Filzstift markiert. Die Fettabsaugung erfolgt mittels Wasserstrahlassistierter Liposuktion (WAL). Hierbei werden die Fettzellen für die Brustvergrößerung aus dem Gewebe herausgespült und gefiltert. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass mit dieser Methode die meisten Fettzellen intakt bleiben.

Transplantation des Fettgewebes

Durch winzige Hautschnitte wird das gefilterte Fettgewebe mit dünnen Kanülen in verschiedenen Schichten in die Brust injiziert. Das Fett wird in das Unterhautfettgewebe, hinter die Brustdrüse und manchmal auch in den Brustmuskel gespritzt. In die Brustdrüse selbst kann man kein Fett injizieren. Da man nur eine begrenzte Menge an Fett einspritzen kann, entsteht eine moderate Brustvergrößerung.

Die Operation dauert ein bis drei Stunden und kann in Dämmerschlaf oder Vollnarkose erfolgen. Wir empfehlen eine Nacht stationären Aufenthalt.

Mit welchen Narben ist zu rechnen?

Die winzigen Narben werden in natürliche Hautfalten gelegt und sind später kaum zu sehen.

Worauf ist nach einer Brustvergrößerung mit Eigenfett zu achten?

Stärkere Schmerzen sind nach der Operation nicht zu erwarten, sondern eher das Gefühl eines starken Muskelkaters. Deshalb sind Schmerzmittel auch nur selten nötig. Nach der Operation sollte für sechs Wochen ein Spezial-BH und eine Kompressionshose getragen werden. Die feinen Fäden werden nach einer Woche entfernt.

Da immer ein Teil des transplantierten Fettgewebes (ca. 20 bis 30 %) vom Körper resorbiert wird, kann man das Endergebnis erst nach sechs Monaten beurteilen.
Bei der Nachsorgeuntersuchung entscheiden Sie zusammen mit Dr. Kania, ob die erreichte Brustvergrößerung ausreicht oder ob eine weitere Fetttransplantation sinnvoll ist.

Welche Komplikationen können auftreten?

Mögliche Blutergüsse und Schwellungen sind normalerweise nach wenigen Wochen resorbiert. An den abgesaugten Körperstellen können selten Unregelmäßigkeiten verbleiben. Wenn sich die überschüssige Haut nicht vollständig zurückbildet, können auch kleine Hautfalten zurückbleiben.
An den Brüsten kann es zu Verhärtungen kommen. In ganz seltenen Fällen sind auch sogenannte Ölzysten beschrieben. Meist ist in diesen Fällen zuviel Fettgewebe an dieselbe Stelle transplantiert worden.

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