Bruststraffung

Für wen eignet sich diese Operation?

Eine Bruststraffung ist erforderlich, wenn der Busen erschlafft ist und eine natürliche Brustform wiederhergestellt werden soll.

Die Ursachen:

  • Angeborene „Hängebrust“
  • Aus einer „normalen“ Brust entwickelt sich im Laufe der Zeit eine Hängebrust
  • Zustand nach Schwangerschaft und Stillzeit
  • Zustand nach starker Gewichtsreduktion
  • Von Natur aus schwaches Bindegewebe
Was ist vor der Operation zu beachten?

Gewichtsabnahme

Jede Brust besteht aus einem Anteil Drüsengewebe und einem Anteil Fettgewebe. Während der Drüsenanteil genetisch und hormonell festgelegt ist, unterliegt der Fettgewebsanteil sehr stark Ihren Ernährungsgewohnheiten. Je näher Sie vor der Operation an Ihrem realistischen Normalgewicht liegen, desto zufriedener werden Sie mit dem langfristigen Ergebnis sein. Starke Gewichtsabnahmen nach der Operation können zu einem erneuten Hängen der Brüste führen.

Ultraschalluntersuchung, Mammografie

Ob eine Ultraschalluntersuchung und/oder Mammografie vor der Operation sinnvoll ist, bespricht Dr. Kania mit Ihnen während des ausführlichen Beratungsgesprächs.

Was passiert während der Operation?

Zunächst erfolgt im Stehen die Anzeichnung der geplanten Schnittführung mit einem Filzstift. Nach Einleiten der Narkose wird zusätzlich ein Mittel zur lokalen Betäubung eingespritzt. Das Betäubungsmittel ist versetzt mit einem Medikament, das zu einem örtlichen Zusammenziehen der kleinen Blutgefäße führt. Hierdurch wird die Blutung bei der Operation minimiert. In aller Regel muss der Brustwarzenvorhof verkleinert und die Brustwarze nach oben versetzt werden. Hierzu wird entsprechend dem vorher angezeichneten Schnittmuster die oberste Schicht der Haut um die Brustwarze herum entfernt, ohne die darunterliegenden Nerven und Blutgefäße zu verletzen. Nun wird aus der überschüssigen Haut unterhalb der Brustwarze ein „innerer BH“ geformt und aus dem vorhandenen Brustgewebe eine neue Brustform modelliert.

Es folgt ein Wundverschluss mit fortlaufenden Nähten, die sich später auflösen. Drainagen sorgen dafür, dass in den ersten ein bis zwei Tagen nach der Operation das Wundsekret ablaufen kann. Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt und dauert je nach Umfang zwei bis drei Stunden.

Mit welchen Narben ist zu rechnen?

Entsprechend der Vielzahl von verschiedenen Brustformen gibt es auch unterschiedliche Operationstechniken. Die notwendigen Narben können daher variieren. Fast immer entsteht eine feine Narbe um die Brustwarze herum und senkrecht unterhalb der Brustwarze. Ob zusätzlich eine Narbe in der Unterbrustfalte (wie bei einem umgekehrten T oder wie bei einem L) notwendig ist, bespricht Dr. Kania eingehend vor der Operation mit Ihnen. Die beste Voraussetzung für eine gute Narbenbildung ist eine präzise Operationstechnik. Drei Wochen nach der Operation beginnen wir mit der Narbennachbehandlung, um eine optimale Narbenbildung zu erreichen.

Worauf ist nach der Operation zu achten?

In den ersten Tagen ist in der Regel die Einnahme von Schmerzmitteln notwendig. Bereits am Tag der Operation kann die Patientin das Bett verlassen. Der Klinikaufenthalt beträgt ca. zwei Tage. Sobald die Drainagen entfernt sind, muss der gut sitzende Spezial-BH für die nächsten drei Wochen am besten Tag und Nacht getragen werden. Für weitere drei Wochen sollte der BH wenigstens tagsüber getragen werden. Sport und schweres Heben sind für sechs Wochen zu vermeiden. Die Fäden lösen sich von selbst auf und müssen nicht entfernt werden.

Welche Komplikationen können auftreten?

Auch wenn die Narben normalerweise schmal und unscheinbar werden, entsteht eine relativ große Wundfläche. Mögliche Komplikationen sind Blutergüsse und Wundheilungsstörungen. Auch eine meist vorübergehende Minderung der Berührungsempfindlichkeit kommt gelegentlich vor. Kommt es wegen einer Infektion oder Durchblutungsstörung (besonders bei starken Raucherinnen) zu einer Wundheilungsstörung, können später breitere Narben entstehen. Diese Narben kann man etwa sechs Monate später in örtlicher Betäubung korrigieren.

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