Bauchdeckenstraffung

Für wen eignet sich diese Operation?

Eine Abdominoplastik ist erforderlich, wenn Fettpolster am Bauch mit einem Hautüberschuss einhergehen und dieser Zustand sich durch eine Fettabsaugung allein nicht korrigieren lässt. Bei der ersten Untersuchung und Beratung kann Dr. Kania feststellen, ob eine Bauchdeckenstraffung bei Ihnen nötig ist oder ob eine Fettabsaugung ausreicht. Auf die meisten Patientinnen, die sich für eine Abdominoplastik entscheiden, trifft eine der folgenden Aussagen zu:

  • - Die Bauchdecke ist nach einer Schwangerschaft erschlafft
  • - Es hat sich eine „Fettschürze“ gebildet
  • - Sie haben zuvor extrem stark an Gewicht verloren
  • - Sie leiden unter sehr schwachem Bindegewebe
  • - Es besteht eine Bauchmuskelschwäche (Rektusdiastase, Bauchdeckenbruch)
Was ist vor der Operation zu beachten?

Gewichtsabnahme

Sie sollten vor der Operation ein Gewicht erreichen, das Sie realistisch halten können. Auch wenn manchmal mehrere Kilo Haut und Fett entfernt werden müssen, ist das Ziel der Operation nicht die Gewichtsabnahme, sondern die Wiederherstellung der Körperkontur und Stabilisierung der Bauchdecke.

Narbenverlauf

Bringen Sie Ihren bevorzugten Badeanzug oder Bikini mit in die Klinik. Dr. Kania kann dann den späteren Narbenverlauf genau Ihren Bedürfnissen anpassen. Es entsteht eine lange Narbe, die gut im Bikini versteckt werden kann, und eine sehr unauffällige U-förmige Narbe am Unterrand des Nabels (große Bauchdeckenstraffung).

Wundheilung

Wenn Sie zu wunden Stellen in der Umschlagsfalte neigen (Fettschürze), sollten diese Zonen vor der Operation zur Abheilung gebracht werden. Ihr Haus- oder Hautarzt wird Ihnen dabei helfen.

Was passiert während der Operation?

Vor der Operation zeichnet Dr. Kania mit einem Stift die Schnittführung an. Es werden diejenigen Bereiche markiert, die bei der Bauchdeckenstraffung entfernt werden sollen. Die Operation erfolgt unter Vollnarkose. Zusätzlich wird ein örtliches Betäubungsmittel in Kombination mit einem Medikament gespritzt, das die Blutung bei der Operation minimiert.

Der chirurgische Eingriff beginnt mit der Umschneidung des Bauchnabels (große Bauchdeckenstraffung). Von einem Schnitt oberhalb des Schamhügels werden nun die Verwachsungen zwischen der Haut- und Fettschicht und dem darunterliegenden Muskelgewebe (Faszie) gelöst, damit eine Straffung möglich ist. Wenn die Bauchdecke stark erschlafft ist (Rektusdiastase), wird an dieser Stelle auch eine innere Straffung (Fasziendoppelung) notwendig. Bei extremer muskulärer Bauchdeckenschwäche kann auch die Stabilisierung der Bauchmuskeln durch ein eingenähtes Netz aus chirurgischem Nahtmaterial nötig sein. Jetzt werden Oberkörper und Beine etwas angehoben, und der Überschuss an Haut und Fettgewebe werden entfernt.
Bei der großen Bauchdeckenstraffung wird dabei die gesamte Haut zwischen Nabel und Schamhügel entfernt und der Nabel versetzt. Dies geschieht mit feinsten Nähten, um den neuen Nabel möglichst ästhetisch und narbenarm zu gestalten. Bei der kleinen Bauchdeckenstraffung wird ein sichelförmiger Bereich von Haut und Fettgewebe oberhalb des Schamhügels entfernt, ohne den Nabel zu versetzen.

Die Wunde wird dann mit fortlaufenden Nähten verschlossen, die resorbierbar sind, sich also später von selbst auflösen. Durch zwei Drainagen kann in den ersten zwei bis drei Tagen nach der Operation das Wundsekret ablaufen.

Mit welchen Narben ist zu rechnen?

Meist verläuft eine dünne, kaum sichtbare Narbe in Form eines breitgezogenen U knapp unterhalb des Bauches von Beckenknochen zu Beckenknochen. Der genaue Verlauf dieser Narbe kann Ihren Bedürfnissen angepasst werden und sich sogar nach Ihrem Lieblingsbikini richten. Die winzigen Narben, die nach einer großen Bauchstraffung am Bauchnabel entstehen, sind meistens kaum sichtbar. Mit einer speziellen Technik werden Teile der Narbe im Inneren des Nabels versteckt.

Worauf ist nach der Operation zu achten?

Nach der Operation bleibt die Patientin noch für zwei bis drei Tage stationär in der Klinik. In der Regel sind während der ersten Tage nach der Operation Schmerzmittel erforderlich. Nach großer Bauchstraffung muss noch für drei Wochen nach der Operation ein Bauchgurt oder eine Miederhose getragen werden, damit eine optimale Wundheilung (auch innerlich) gewährleistet ist. Bereits nach der Entlassung aus der Klinik ist die Patientin wieder gesellschaftsfähig. Nach drei Wochen sind leichte sportliche Betätigungen erlaubt, nach sechs Wochen volle sportliche Aktivität. Bauchmuskeltraining und das Heben schwerer Lasten sind nach einer Muskelstraffung erst nach zehn Wochen erlaubt. Die Fäden in der Unterbauchnarbe lösen sich von selbst auf, die feinen Fäden am Nabel werden nach einer Woche entfernt.

Welche Komplikationen können auftreten?

Auch wenn die Narben normalerweise schmal und unscheinbar werden, entsteht insbesondere bei einer umfangreichen Bauchstraffung eine große Wundfläche. Mögliche Komplikationen sind Blutergüsse und Wundheilungsstörungen. Kommt es wegen einer Infektion oder Durchblutungsstörung (besonders bei starken Raucherinnen) zu einer Wundheilungsstörung, können später breitere Narben entstehen. Diese Narben kann man etwa ein Jahr später in örtlicher Betäubung korrigieren.
Eine gewisse Einschränkung der Sensibilität oberhalb der Narbe ist normal und gibt sich in der Regel innerhalb von sechs bis zwölf Monaten.

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